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Herpes-Virus nistet sich im Körper ein

Sie tauchen immer genau dann auf, wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann: unschöne, nässende Bläschen an den Lippen, hervorgerufen durch das Herpes-Virus. Das Fatale ist, dass das Virus, wenn es sich einmal im Körper eingenistet hat, immer wieder reaktiviert werden kann. Auslöser kann alles sein, was das Immunsystem schwächt, also fieberhafte Infekte, schwere Erkrankungen, Stress, aber auch UV-Strahlung, Menstruation oder hormonelle Faktoren wie etwa eine Schwangerschaft.

Eine Erstinfektion findet oft schon im Kindesalter statt, ohne dass Symptome sichtbar wären. Weitergegeben wird der Virus durch Schmierinfektion, zum Beispiel beim gemeinsamen Benutzen von Gläsern und Bestecken, durch Tröpfcheninfektion beim Husten und Niesen als auch durch direkten Kontakt, etwa beim Küssen.

Juckreiz und Spannungsgefühl an den Lippen sind die ersten Anzeigen einer ausbrechenden Herpesinfektion. Wer in diesem Stadium gleich reagiert und eine virushemmende Salbe aufträgt, kann das Ausmaß der Bläschen beschränken. Die Salben sind in der Apotheke rezeptfrei erhältlich. Wer öfter mit Lippenherpes zu tun hat, sollte am besten immer ein kleines Tübchen zu Hause haben, um sofort handeln zu können.

Seit kurzer Zeit gibt es auch ein Lippenpflaster, das bei Herpes eine schnellere, narbenfreie Heilung verspricht. Die hauchdünnen Häutchen werden auf die betroffene Haut aufgebracht und kaschieren die Bläschen. Zudem wird Brennen und Juckreiz gelindert, die Ansteckungsgefahr für andere Personen wird verringert. Dabei arbeitet das Pflaster mit einer sogenannten Hydrokolloid-Technologie. Zum Teil verdunstet die Flüssigkeit in den Blasen durch das Pflaster, ein Rest bleibt unter dem Pflaster als Flüssigkeitspolster erhalten und bildet so sehr gute Bedingungen für eine feuchte Wundheilung. Die Pflaster sind ebenfalls in der Apotheke erhältlich. Ihr Apotheker berät Sie gerne über das richtige und hygienische Aufbringen.

Da die Viren sehr ansteckend sind, sollten die Bläschen nicht mit den Händen berührt werden. Sonst droht eine Verschleppung der Viren, die beispielsweise die Augen oder die Geschlechtsorgane infizieren könnten. Deshalb die Salbe stets mit einem Wattetupfer auftragen oder im Anschluss sofort die Hände waschen.

 
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