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Kreuzallergie: Birke und Soja ähneln sich
Allergiker, die auf Birkenpollen reagieren, sind unter Umständen auch auf sojahaltige Nahrungsmittel allergisch. Grund ist, dass Birke und Soja ein sehr ähnliches Allergen enthalten. Dadurch kann es zu einer sogenannten Kreuzreaktion kommen, das heißt, dass die Nahrungsmittelallergie durch die ursprüngliche Pollenallergie hervorgerufen wird.

Nach Schätzung von Wissenschaftlern leben in Deutschland vier bis acht Millionen Menschen mit einer Birkenpollenallergie. Fast drei Millionen könnten zusätzlich von einer Kreuzsensibilisierung auf Sojaprodukte betroffen sein. Allergologen raten betroffenen Birkenpollenallergikern deshalb, auf nicht-fermentierte Sojaprodukte wie Sojagetränke, Sojaflocken oder Tofu zu verzichten. Erhitzte oder stark fermentierte Sojaprodukte wie Sojaöl, geröstete Sojabohnen oder Sojasauce sind hingegen meist unbedenklich. Da Bestandteile der Sojabohne in rund 30.000 Nahrungsmitteln als Zutat oder Zusatzstoff versteckt enthalten sind, ist es für Patienten mit einer Soja- oder Birkenpollenallergie jedoch oft schwierig, diese zu meiden.

Lebensmittel aus Soja dienen Vegetariern aufgrund ihres Proteinreichtums häufig als Ersatz für Fleisch und Kuhmilch. Die zunehmende Verbreitung von Sojaprodukten ist einer der Gründe, warum Soja als Allergen inzwischen eine so große Bedeutung hat.

Anzeichen einer allergischen Reaktion sind Juckreiz und Schwellungen im Mund- und Rachenraum. Manche Patienten leiden auch unter Ausschlag, Atemproblemen, Magen-Darm-Beschwerden oder Herz-Kreislauf-Störungen. Wer besonders schwer auf Soja reagiert, sollte sich ein Notfallset mit Antihistaminika, Kortikoiden und Adrenalin verordnen lassen, das bei einem anaphylaktischen Schock lebensrettend sein kann.

Leidet der Patient an einer Birkenpollenallergie, kann der Hautarzt oder Allergologe mit Hilfe eines Prick-Test feststellen, ob eine Kreuz allergie mit Soja vorliegt. Bei einem positiven Testergebnis kann mittels eines Provokationstest, bei dem der Patient Sojaprotein zu sich nimmt, die Diagnose gesichert werden. Zusätzlich lässt sich ein Schwellenwert ermitteln, ab dem eine allergische Reaktion ausgelöst wird. Ein solcher Provokationstest darf nur unter ärztlicher Anleitung erfolgen, da bei einem möglichen allergischen Schock der Arzt dann sofort entsprechende * Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Notfallmaßnahmen ergreifen kann.
 
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