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Fieber bedeutet Kampf gegen Erreger
Fieber stellt keine eigenständige Krankheit dar, sondern ist eine Reaktion des Körpers auf eine Erkrankung. Diese kann äußere Einflüsse haben, wie Bakterien oder Viren oder innere, wie Tumore. Mit der Erhöhung der Körpertemperatur unterstützt der Organismus die eigene Abwehr.
Gemessen werden kann die Körpertemperatur mit einem herkömmlichen Fieberthermometer im Mund, unter den Achseln (ungenau) oder im After (am genauesten). Mit speziellen Thermometern kann die Temperatur auch im Ohr oder auf  der Stirn ermittelt werden, wobei es insbesondere im Ohr zu Messungenauigkeiten kommen kann. Wenig aussagekräftig ist das Fühlen an den Ohren. Wer kein Thermometer zur Hand hat, erkennt eine erhöhte Körpertemperatur bei einem Patienten am besten, wenn er die Hand auf dessen Bauch legt.
Fieber beginnt bei einer Körpertemperatur von 38 bis 38,5 Grad (rektal gemessen). Darunter spricht man von erhöhter Temperatur. Hohes Fieber liegt ab einer Temperatur von mehr als 39 Grad vor. Steigt das Fieber rasch an, nimmt es der Patient zunächst als „Frösteln“ wahr, das sich bis zum Schüttelfrost ausweiten kann. Erst wenn die Fieberspitze erreicht ist, erweitern sich die Gefäße und der Erkrankte beginnt zu schwitzen. Aufgrund des möglichen  Flüssigkeitsverlustes ist es erforderlich, dass der fiebrige Patient ausreichend trinkt.
Heutzutage ist es oft üblich, das Fieber mit Medikamenten wie Paracetamol künstlich zu senken. Dies ist nicht unbedingt notwendig und sinnvoll. Für das Immunsystem ist es wichtig, Infektionskrankheiten, die mit Fieber einhergehen, zu überwinden. Das Abwehrsystem lernt aus diesen Infektionen und wächst mit ihnen. Fieber unter 39 Grad Celsius sollte daher möglichst nicht medikamentös gesenkt werden, wenn es etwa als Begleiterscheinung einer Erkältung auftritt.
Über 39 Grad kann man die Fieberspitzen bei Bedarf mit Wadenwickeln oder auch homöopathischen Zäpfchen oder Globuli senken.
Falls der Patient sich sehr krank fühlt und ihn das Fieber belastet, ist es besser, ein fiebersenkendes Medikament zu geben. Hält das Fieber mehrere Tage an, sollte ein Arzt über die weitere Behandlung entscheiden. Fiebernde Säuglinge sollten immer von einem Arzt untersucht werden.
 
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